Geschichte der Wildgehege
Ein Blick zurück: Die Anfänge des Wildgeheges in Hagen
1930 – Das erste Wildgehege entsteht
Bereits im Jahr 1930 wurde in Hagen das erste Wildgehege eingerichtet – besetzt mit Rotwild und gelegen am ehemaligen Forsthaus „Im Deerth 1“ zwischen Deerthstraße und Jägerpfad, unterhalb des Försterpfades im Harkortswald.
Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebten dort einige Tiere. Doch kriegsbedingte Schäden sowie mutwillige Zerstörungen kurz vor dem Eintreffen der alliierten Streitkräfte führten dazu, dass die letzten Bewohner – ein Hirsch und zwei Hirschkühe – das Gehege verlassen konnten.
Mit einer Fläche von nur etwa 4 Hektar lag das Gehege ungünstig und bot keine Möglichkeit zur Erweiterung. Trotzdem war es ein beliebtes Ausflugsziel der Hagener Bevölkerung. Schließlich war der Zaun stark durchgerostet und eine Sanierung an diesem Standort nicht mehr wirtschaftlich. Aus der Bürgerschaft kam daraufhin immer wieder der Wunsch nach einem neuen Wildgehege. Entsprechende Anträge im Stadtparlament fanden breite Zustimmung.
Die feierliche Eröffnung fand am 26. April 1956 um 11:00 Uhr statt – mit Presse, Gästen und den damaligen Amtsträgern Oberbürgermeister Fritz Steinhoff und Oberstadtdirektor Karl Jellinghaus. Zur Einweihung wurden ein Damhirsch und zwei Hirschkühe in das neue Gehege gelassen.
Nur wenige Monate später erhielten auch die Wildschweine ihr neues Zuhause: ein rund 1,4 Hektar großes Gehege, das von allen Seiten einsehbar ist. Wie das Dam- und Muffelwildgehege erfreut sich auch dieses Areal seit Generationen großer Beliebtheit – bei Kindern, Familien und Naturfreunden gleichermaßen.